Seychellen-Marathon

Laufen im Paradies und Wohnen in Himmel. Eine sportliche Mission Impossible mitten im März bei 40 Grad im Schatten und in 555 Metern Höhe.

Seychellen Maraton Seychelles Dubai Downtown Desert Index Burj Khalifa Mall Höchster Wolkenkratzer Skyscraper Alf Dahl Wuppertal Solingen Brüssel Rom Abu Dhabi Travelblog Laufen

Im Zielkanal laufe ich Slalom, da die Teilnehmer der späteren Wettbewerbe auf dem Strandboulevard fröhlich schwatzend entlangflanieren. Rechts von mir schwappt türkisfarbenes, glasklares und angenehm warmes Wasser an einen grell weißen und feinkörnigen Strand, der idyllisch von Palmen verschattet wird. Hier war ich schon im vergangenen Jahr. Nur alleine, bei Nacht und ohne andere Läufer, stilistisch irgendwo zwischen Kitsch, Contact und Monkey Island. Damals drei Wochen zu spät. Da war der Seychellen-Marathon schon gelaufen, den ich bis nicht auf dem Plan hatte. Damals nahm ich mir vor, 2015 zurückzukehren. Zum schönste Flecken Erde, das ich kenne. Gemeinsam mit 3.000 nationalen und internationalen Läuferinnen und Läufern. Rund 12 Monate später bin ich fast am Ziel.

Mir fehlen die Worte
In so einem Moment fehlen einem natürlich schnell mal die Worte. Schon allein, weil man die Luft viel dringender zum Atmen, und damit zur Energiegewinnung braucht. Doch auch 14 Tage später und 9.000 Meilen weiter weg fehlen die Worte. Oder besser: fehlt die Zeit.

Für Läufer spielt Zeit schon eine ziemlich wesentliche Rolle in Ihrem Leben. Die Tatsache, dass der Tag nun mal nur 24 Stunden hat, ist trotz Mühe nicht zu ändern. In den meisten Fällen bekommt man darin jedes Training, jede Regeneration und jeden Wettkampf unter. Zugegeben, die Sache mit den Seychellen war jetzt etwas aufwändiger.  Und dabei blieb es ja nicht, da sich mit Brüssel, Rom, Abu Dhabi, Johannesburg und Dubai noch weitere begeisterungskompatible  Ziele entlang der Route lagen. Doch wie immer hat es sich mehr als gelohnt, und diese Kombination aus Reisen, Sport und den Erfahrungen auf der Strecke bestätigt sich auch in diesem Jahr als lohnende Anstrengung der Freizeitgestaltung, neben Beruf und Familie.

Die investierten Wochen und Euros fühlen sich absolut richtig an, insgesamt haben meine Tage dadurch aber dummerweise nicht mehr Stunden. Und wie das Leben so spielt: Nichts ist so beständig wie der Wandel. Privat gab es einige Veränderungen, die seit Ende letzten Jahres meiner verstärkten Aufmerksamkeit bedürfen. Weswegen mir manchmal die Worte fehlten, und ich öfters stumm vor Glück bin. Die Stille im Blog ist somit den veränderten Prioritäten geschuldet. Weil um Worte bin ich eigentlich gar nicht verlegen (wobei mir da jetzt ein Zitat von Friedrich von Bodenstedt in den Kopf kommt, der zwei Dinge schädlich für jeden ansieht, die Stufen des Glücks zu erklimmen: Schweigen, wenn es Zeit ist zu Reden, und Reden, wenn es Zeit ist zu Schweigen).

Da es jedoch weiterhin genug vom Sport, Technik und Reise zu erzählen gibt, hat der Blog Zukunft. Nur textlich vielleicht nicht mehr ganz so häufig und ausführlich. 200 Gigabyte Fotos und Videos der zurückliegenden Reise laufen in der Nachbereitung momentan so nebenher, den Text hier schreibe ich gerade häppchenweise in Hut und Mantel und Short wie Shirts. Macht ja nichts, Hauptsache, der Wiedereinstieg ist geglückt und ihr habt eine kleine Info zum Stand der Dinge plus Eindrücke der letzten Wochen.

Den sportlichen Ereignisse von November bis Februar werde ich noch mit separatem Beitrag widmen, das haben sie verdient (zum Beispiel die Speed of Light Party oder der Halloween Run). Die Reise primär auf die Seychellen (2.0) und Dubai (Premiere) fasse ich nachfolgend so zusammen, wie ich sie in dieser Woche der Rückkehr bereits so oft erzählte, dass zwischenzeitlich die Stimme wegblieb – mir also tatsächlich die Worte fehlten. Heiser krächzend und mit Händen, Füßen und Fotos ging es dann doch immer irgendwie.

Spätestens da wurde mir wieder bewusst, welche Vorteile die Veröffentlichung hier hat: Einmal aufschreiben und verlinken statt immer wieder erzählen, 1:n statt 1:1. Eine persönliche Schilderung  bleibt natürlich im Kollegen- und Bekanntenkreis nicht aus, Schriftlichkeit  fördert erfahrungsgemäß jedoch nochmal massiv die eigene Immersion des Erlebten. In Zukunft wird es deshalb neben der Zusammenfassung unten noch ausführliche Einzelberichte zu besonderen Highlights der Reise geben. Wie dem Seychellen-Marathon selbst (kleiner Vorgeschmack hier), Wüstentouren nahe Oman und der Unterkunft am Burj Khalifa, dem höchsten und schmalsten Gebäude der Welt.

Also, zusammengefasst, wie war´s?
Die Seychellen fühlten sich an wie ein Update: Es gibt eben keine zweite Chance für den ersten Eindruck. Der Marathon war neu, ansonsten war die Sache weitestgehend bekannt. Traumhafte Strände, fantastische Fauna (atemberaubende Premiere in diesem Jahr: Auf einer Insel voller Riesenschildkröten) und Flora sowie ein ganzjährig gleichermaßen feuchtwarmes Klima nahe des Äquators, nordöstlich von Madagaskar, links vom Horn von Afrika.

An 11 Tagen vor Ort blieb etwas mehr Zeit im Vergleich zum vergangenen Jahr für die anspruchsvollen Trails bis hoch hinauf auf den zweithöchsten Berg der Seychellen, Le Trois Freres. Begünstigt diesmal durch den Luxus von einigen Tagen mit dem Mietwagen, mit dem gezielt unbekannte und entlegene Orte auf der Insel angesteuert wurden.

Dafür braucht man auf den Seychellen allerdings Nerven aus Stahl, aus drei Gründen: Linksverkehr plus spektakulär engen und steilen Straßen, die keinen Platz für Fehler kennen und wo elektrisch einklappbare Seitenspiegel vielfach sinnvoll sind. Den Wahnsinn komplett macht der Fahrstil der Einheimischen. Besonders der der Busse, besonders in Kurven, besonders nachts (hatte überlegt, hier „in der Dämmerung“ zu schreiben, aber – äquatorial bedingt – ist die Dauer der Dämmerung nur sehr kurz, „nachts“ ist einfach näher dran an „stockdunkel“, ruckizucki wird es abends duster). Zurücklehnen und die Aussicht genießen klappt höchstens für Mitfahrer, am Steuer sind zu recht auch in Reiseführern zur höchsten Konzentration geraten. Tausend Euro Selbstbeteiligung sind dafür ein guter Reminder.

Der Marathon auf den Seychellen war klasse und sehr speziell. Vorab nur so viel, dass die ersten 2 Kilometer wirklich extrem hart waren, gerade wegen der starken Sonne und Überhitzung des Körpers. Noch nie stand ich so früh und so kurz vor der Aufgabe, doch nach dem ersten Wasserstand (alle 2,5 Kilometer) löste sich das Problem zum Glück in Wohlgefallen auf.

Und obwohl der Lauf „eco friendly“ im Titel trägt, ist er – nach europäischen Maßstäben – alles andere als umweltfreundlich: Plastikflaschen und –becher an den (stark frequentierten) Verpflegungsstationen, überquellende Mülleimer und cellophanierte Startnummern, Shirts und Medaillen. Auch wenn fast die Hälfte der Fläche der Inselrepublik unter Naturschutz steht (47% oder 215 von 422 Quadratkilometern), ist Umweltschutz und Abfallvermeidung noch dringend ausbaubar. Bei den aktuellen Verhältnissen ist der Kontrast zwischen Naturparadies und Armut eklatant.

Bei der Unterkunft hatte ich diesmal nicht ganz so viel Glück wie im vergangenen Jahr. Es musste ja unbedingt etwas Neues sein. Gleichwohl eine Unterkunft „von privat“ via AirBnB. Luxusressorts gibt es auf den Seychellen genug, nicht zuletzt weil man lieber auf Luxustourismus mit weniger Gästen und mehr Umsatz pro Gast setzt. Trotzdem haben viele geschäftstüchtige Einwohner den Markt für sich entdeckt.

So auch meine Gastgeberin („Host“), dessen Unterkunft zwar extrem großräumig („spacious“) war, dafür qualitativ weit unterhalt des online beworbenen und gephotoshoppten Zustandes. Die „Global Village Luxury Apartments“ auf der Mont Fleuri (die die Reiseführer als alte und malerische Küstenstraße nahe Victoria kennen, was aber in seiner Umschreibung genauso fehl geht wie die Bezeichnung der lokalen und von Pakistanis und Indern betriebenen Minimarkets als „Tante-Emma-Lädchen“) sind maximal Low Budget. Und die Reinigungsfrau ziemlich lazy („can i come tomorrow, because… i´m so busy?“). 100 Quadratmeter weiß gefliestes Wohnzimmer sind zwar geräumig, haben jedoch den Charme eines Kühllagers. Immerhin im Gebäude: PureFM 90.7, der Inselsender. Bis auf Fahrzeuge und Logos bekam man von dem jedoch nichts mit (es sei denn, es lief das Radio, was sich wegen der insbrüstigen Berichterstattung zum Marathon besonders lohnt).

Weniger Glück hatte ich in diesem Jahr auch mit den Flügen. Zwar setzte ich mit der staatseigenen Flugliniie der Vereinigten Arabischen Emirate V.A.E. Etihad bewusst auch diesmal wieder Qualität („World´s Leading Airline“), aber bei exzessivem Code-Sharing (also Routing mit weit schlechteren Partner-Fluglinien wie Alitalia oder Jet Airline, die zwar von Etihad übernommen wurden, jedoch nicht auf dem gleichen Service- oder Ausstattungslevel sind), signifikanten Verspätungen und verklöngelten Koffern hört der Spaß irgendwann auf. Empfehlenswert ist das Studium von Seatguru.com, um sich bei den Online-Checkins sitzplatztechnisch die Rosinen rauszupicken. Dann gibt´s neben tollen Fensterplätzen sogar auch mal Sitze mit unfassbar großer Beinfreiheit (mehrere Meter statt einiger Zentimeter) unmittelbar am Emergency Exit. Andererseits fühlt man so auch irgendwie plötzlich ein bisschen nackt, und dann dieser Anblick vom Notausgang. Irgendwas ist ja immer.

Zugegeben, bei so vielen Flügen, Zwischenstops und Meilen (in einem Jahr mehr als einmal um die Welt, was erfreulicherweise mittlerweile auch den Zugang zu Lounges ermöglicht, Stichwort Shongololo) kann eine Menge passieren. Und auf der Langdistanz soll mehr als ein Drittel allen Gepäcks verspätet ankommen, daneben etwa fünf Prozent gar verlorengehen. In meinem Fall hat sich 30 Stunden nach Ankunft auf den Seychellen alles noch gefunden, doch der Ärger ist groß (und zu allem Überfluss das Problembewusstsein beim Carrier ganz klein). Immerhin nett war die brandneue Boeing 787 auf dem Rückflug von Abu Dhabi nach Düsseldorf – als erste Gäste in dem „Dreamliner“, der erst wenige Tage zuvor an Etihad ausgeliefert wurde.

Doch die eigentliche Überraschung der Reise war Dubai.

Tomorrowland
Diese Stadt ist Metropolis. Wo Abu Dhabi als Hauptstadt noch sehr traditionell geprägt ist, übertrifft Dubai jede Erwartung und alle Maßstäbe. Selbst nach der Krise, die mit dem Crash an den Aktienmärkten 2008 lediglich eine Verlangsamung der Bau- und Investitionsaktivitäten brachte. Vielleicht liegt das auch an der Perspektive 2020, womit in wenigen Jahren die Expo als Weltausstellung in Dubai Halt macht, und sich das Emirat damit der Aufmerksamkeit der ganzen Welt sicher sein kann, noch mehr als ohnehin schon.

Dubai ist die größte Stadt des gleichnamigen Emirates am Arabischen bzw. Persischen Golf (in alten deutschen Karten wurde er „Grünes Meer“ genannt). Prognostiziert wird sich die derzeitige Bevölkerungszahl von mehr als 2 Millionen Einwohnern in wenigen Jahren verdoppeln. Rund 90 Prozent der Einwohner sind Ausländer, darunter zahlreiche „Expatriate“ (kurz: Expats) aus Europa und Nordamerika sowie geringer qualifizierte Arbeitsmigranten aus Asien und Afrika.

Vor 10 Jahren begründete das Burj Al Arab, ein 7-Sterne Hotel in Form eines traditionellen Segels mit Lage unmittelbar am Meer, den Ruf Dubais als Luxus-Reiseziel. Eine  bis dahin nicht gekannte Opulenz brachte das Emirat weltweit ins Gespräch.

Der Boom ist heute noch an allen Ecken und Enden sicht- und spürbar. Die Stadt ist weltbekannt für ihre spektakulären Investitionen in Bauprojekte wie Wolkenkratzer, Einkaufszentren, Terraforming mit künstlichen Inselwelten und Vergnügungsparks.

Herausragend: Das Burj Khalifa, der höchste und schmalste Wolkenkratzer der Welt („Burj“ bedeutet „Turm“, daher findet sich der Vorsatz bei einer Vielzahl von Bauwerken). Mit insgesamt 828 Metern, 163 Stockwerken (plus 43 Stockwerken in der Turmspitze und 2 Tiefgaragen) und Baukosten von 1,5 Milliarden Dollar stellt er eine verwirklichte Vision von Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum, Vizepräsident und Premierminister der Vereinigten Arabischen Emirate und Monarch von Dubai: „to make Dubai one of the best countries in the world“ (by 2021).

Während dieses atemberaubende Gebäude 2010 noch fertiggestellt wurde, sind viele andere Projekte gestoppt oder die Fertigstellungstermine in die Zukunft verlängert. Streckenweise wähnt man sich angesichts wenig belebter Wolkenkratzerareale selbst in Vororten und unmittelbar am Strand im Inceptionellen Limbo. Was sich aber bei einer Fahrt zur Rushhour in der Metro (vollautomatisch und fahrerlos) und „Bummel“ durch die Mall rasch verliert. Natürlich ist die „Dubai-Mall“ das größte Einkaufszentrum der Welt. Eine noch größere Mall samt Pixar- (Disney) Freizeitpark in der Mitte ist bereits in Planung.

Auf dem Index
Bevor das jetzt zum Wikipediaeintrag gerät: Ich hatte es bei den Vorbereitungen ganz besonders auf Downtown Dubai und die architektonischen und kulturellen Highlights der Stadt abgesehen. Hilfreich dabei war die Wahl einer zentralen Unterkunft direkt gegenüber des Burj Khalifas.

The Index“ ist ein ebenfalls 2010 fertiggestellter Wolkenkratzer, der von den britischen Architekten Foster & Partners im postmodernen Stil konzeptioniert wurde. Das breitgezogene Gebäude ist 328 Meter hoch (höher als die faszinierenden Etihad Towers in Abu Dhabi, die interessanterweise im kommenden siebten Teil von Fast & Furious eine Nebenrolle spielen). Bis Stockwerk 25 beherbergt The Index Büros, die darüberliegenden 47 Etagen Wohnungen. Dazwischen liegen Fitnessstudio, Schwimmbad und Sauna samt grandiosem Ausblick. Ebenso wie die Apartments selbst.

Sehr von Vorteil erwies sich auch der Umstand, dass die Hosts Mariella und Juan Expats waren. Mit Wurzeln in Argentinien, den USA und Spanien leben und arbeiten beide seit Jahren in Dubai. So bot sich besonders an den Abenden Gelegenheit zum ausführlichen Austausch inklusive Tipps für die Tagesgestaltung. Während Juan als Fußballtrainer in Teilzeit für Kinder und Jugendliche bei Real Madrid zuständig ist, leitet Mariella als Vice President den amerikanischen Ableger einer Unternehmensberatung für Investoren im Nahen Osten. Und bei allem beruflichen Erfolg war ihre freundliche, offene und gastgeberisch einfach hingebungsvolle Art eine der Erfahrungen der Reise, die ich nie wieder vergessen werde. „Best Hosts ever“ ihr beiden, auch von dieser Stelle nochmal.

In Dubai wird massiv investiert. Allerdings stammt nur ein kleiner einstelliger Prozentsatz der Summe aus den Gewinnen des Ölgeschäfts. Neben den sehr bekannten Projekten wie Wolkenkratzer oder Vergnügungsparks kümmert sich die Regierung um den Ausbau von Zukunftstechnologien wie etwa Meerwasserentsalzungsanlagen oder Solarenergie. Beides Bereiche, in denen Dubai aktuell und zukünftig wegen Lage und Klima größten Bedarf hat.  Es ist sehr beeindruckend zu sehen, mit welchem atemberaubenden Tempo und weitreichender Vielschichtigkeit die Entwicklung des Emirates vorangetrieben wird. Angesichts von so viel Kapital ist dessen Herkunft natürlich ein Kapitel für sich. Selbst in Dubai gilt: Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Trotz vorhandener Goldbarrenautomaten in der Mall.

Sportlich war die Zeit in Dubai allemal. Oft haben einfach die Dimensionen getäuscht. Beispielsweise waren das Burj Khalifa und Dubai Mall „gegenüber“ zu Fuß gerne noch 20 Minuten entfernt. Die futuristische Metro war vom Apartment aus keine Alternative, da der Weg zwischen der Haltestation und den beiden besagten Rackern zwar spektakulär, aber nochmal um einiges länger ist. Zwar ohne Zebrastreifen und Ampeln, dafür in gefühlt kilometerlangen oberirdischen Glastunneln, über mehr als ein halbes Dutzend Speedlane-Bänder wie auf dem Flughafen (nur dass ich sie über so eine Strecke und in so einer Anzahl noch an keinem Flughafen dieser Welt gesehen habe) und mit Weihrauchduft in der Nase.

Erstaunlicherweise werden diese Speedlanes von den Menschen weniger dafür genutzt, SCHNELLER voran zu kommen. Stattdessen wird darauf gerne mal einfach gestanden, gequatscht oder stumm durch die Gegend geguckt. Also BEQUEMER. An der Location auch absolut verständlich, aber: Genau das Gleiche lässt sich in der Ikea in Düsseldorf beobachten, wenn man einen Frühstückstisch oben direkt über dem Eingang mit Blick auf die parallel nebeneinander liegende Rolltreppe (schmal) und Treppe (breit) erwischt. Neun von zehn Besuchern nehmen die Rolltreppe. Als wäre Bewegung was Böses. Noch dazu ist die Rolltreppe signifikant langsamer. Also, wenn man nicht gerade freie Bahn hat und auf der Rolltreppe GEHT. Was sowohl in Düsseldorf wie auch Dubai wegen der Menge an Menschen meist unmöglich ist. Als Alternative bleibt die Treppe oder die breite Mitte zwischen den Speedlanes. Für Walker jedenfalls top, und tatsächlich habe ich mittem im Gewühl eine echte Läuferin gesehen.

An den langen Stränden lässt sich barfuß und outdoor ebenfalls sehr gut laufen, alternativ gibt es sogar eigens eingerichtete Tartan™-„Spuren“ entlang der Strandpromenade, zum Beispiel am Jumeirah-Beach. Zu allem Überfluss fand etwas weiter südlich am Strand von Dubai-Marina parallel die Weltmeisterschaft im „Beach-Ultimate“ statt, einer Mischung aus Football und Frisbee. Die Stimmung an Strand war dank der internationalen Teams, treibender Musik und traditionell wie moderner Kulisse am südlich der Stadt gelegenentrand einfach fantastisch und ein mehr als gelungener Abschluss der Reise.

Zurück und Weiter
Der Direktflug nach Düsseldorf erfreute durch den bereits besagten Dreamliner. Als wäre der Name Programm, gelang mir erstmals zumindest ein kleines bisschen Schlaf. Was sehr willkommen war, da es nach 36 Stunden auf den Beinen und Landung morgens um halb Sieben nahtlos im Büro weiterging. Kälte, Nebel und die verschlafenen Berufspendler in der Regionalbahn brachten den bereits erwarteten Kulturschock – und der Venloop am 22. März widerrum einen willkommenen, europäischen Overkill, doch das ist bald mal wieder eine andere Geschichte…

Das also nur als kleines Lebenszeichen und erste Zeilen über die zurückliegende Zeit. Fotos folgen bis zum Wochenende, ab April dann wieder weitere Artikel!

P. S.
Dieses Video mit atemberaubenden Timelapse-Aufnahmen aus Dubai gibt einen guten Eindruck von der Atmosphäre, Architektur und dem pulsierenden Leben dieser höchst eindrucksvollen Stadt. Maximal die Farbsättigung ist ein klein wenig übertrieben, ansonsten geben die Bilder tatsächlich sehr präzise die Tage und Nächte inmitten der Metropole wieder (und so sehr ich The Glitch Mob auch mag, bei der Musikuntermalung hätte ich jedoch wenigstens auszugsweise zum orientalischen, offiziellen Soundtrack (!) des Burj Khalifa von Katia Makdissi-Warren gegriffen):

(Visited 213 times, 1 visits today)
Teilen:
Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on LinkedInPin on PinterestEmail this to someonePrint this page

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.