Laufen mit Chrissie Wellington

Heute ging es auf Einladung der Laufspezialisten von Brooks zusammen mit der 4-fachen World-IronmanChampion Chrissie Wellington laufend durch den Kölner Stadtwald, rund um das Rhein-Energie-Stadion. Weiterlesen…

.
5 Kilometer, 5 Tage vor der 5. Jahreszeit

Sport und Spaß für mehr als 100 meist kostümierte Fans, bei denen sich Brooks mit einem kompletten Laufoutfit inklusive Schuhen bedankte. Klar, dass Chrissie den Läuferinnen und Läufern in nichts nachstehen wollte. Daher griff sie kurzerhand zum Afro von ASV Köln Triathlon-Trainer Stefan Fischer – und war verkleidet. Gelaufen wurde eine Rundstrecke von 5 Kilometern, durch die die die Läuferinnen des ASV Köln (in Gelb) führten, Chrissie und „Zoch“ folgten.

Über Chrissie Wellington
Die Britin ist vierfacher World-Ironman-Champion und damit ungeschlagen auf der Langdistanz: 3,5 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Rad, 42,195 Kilometer Laufen – in Hawaii und am Stück. „Die Menschen glauben, ich sei ein Übermensch“ sagt sie mir. „Das bin ich aber nicht. Allerdings bin ich sehr motiviert und focussiert. Und kontinuierlich – ich gebe schlicht nicht auf

Die Fähigkeit, nicht aufzugeben, ist eine Schlüsselqualifikation für erfolgreiche Triathlethen. Wellington beschreibt sich – ohne falsche Bescheidenheit – als „durchschnittliche Athletin“ während ihrer Schulzeit in Norfolk. Anschließend gewann sie 13 mal den Ironman, ohne eine einzige Niederlage.

Wie schnell läuft sie?
In Köln bevorzugten alle Läuferinne und Läufer lockeren Trab, jeder konnte somit ohne Probleme über die fünf Kilometer mithalten.

Um die Sache trotzdem anschaulich zu machen: Stellt euch einen Schnitt von 4 Minuten pro Kilometer vor. Für Nichtläufer: Diese Geschwindigkeit ist gefühlt vielleicht schon die Grenze zwischen schnellem Laufen und Rennen. Einen Halbmarathon schafft man in dem Tempo in rund 01:33 Stunden, einen Marathon in unter drei Stunden  – beides bereits hervorragende Werte, die die Mehrheit auch ambitionierterer Hobbyläufer nicht erreicht. Eine solches Tempo halte ich selbst vielleicht eine Viertelstunde durch.

Chrissie Wellington läuft dieses Tempo über einen ganzen Marathon. Vorher ist sie eine ganze Stunde lang im rauen Pazifik bei Kona, Hawaii, geschwommen. Und hat weitere fünf Stunden auf dem Sattel ihres Spezialrads verbracht, im Schnitt mit 36 km/h über 180 Kilometer. Zuletzt lief sie 2011 Weltbestzeit über die Triathlon-Langdistanz, 08:18:13 Stunden bei der Challenge Roth.

In diesem Jahr legt die Britin eine Pause ein, und wird in der Saison 2012 kein Ironman-Rennen bestreiten. Sie möchte ihre Zeit anderen Projekten widmen, darunter ihrer in Kürze erscheinenden Biographie „Ein Leben ohne Grenzen“ (A life without limits). Verständlich, ordnete sie ihr Leben doch die letzten fünf Jahre lang ausschliesslich dem Traing unter – 28 Stunden pro Woche.

Fragerunde, Pressekonferenz und Gerüchteküche
Im Anschluss an den sonnigen und sprichwörtlich sehr unterhaltsamen Lauf – Chrissie unterhielt sich mit so vielen Läufern wie möglich – lud Brooks ins „12. Mann“ im Rhein-Energie-Stadion ein, Heimat des 1. FC Köln. Bei warmem Tee und Kaffe erzählte Chrisse davon, wie sie sich motiviert, wie ihr Training aussieht, und was sie in ihrer Wettkampfpause plant. Gebannt lauschten die Zuhörer der sympathischen Britin, die mit ihrem strahlenden Lächeln und natürlichen Ausstrahlung ohnehin schon alle in ihren Bann gezogen hat. Zum Schluss bedankte sie sich bei allen Athleten und lobte den Lauf als ihr bisher außergewöhnlichstes Event: So viele verkleidete Läuferinnen und Läufer hat sie noch nie getroffen. Deutschland sei toll, die Menschen etwas ganz Besonderes.

Interessant: Auf der Pressekonferenz wurde eher beiläufig ein nahendes, gemeinsames Projekt von Wellington und Brooks angekündigt. Allerdings wurde das vertieft oder vorgestellt – im Anschluss hatte ich aber Gelegenheit, mich umzuhören. Sagen wir mal so: Das wichtigste für einen erfolgreichen Sportler sind perfekte Schuhe. Und mit Chrissie, Brooks und der Sporthochschule Köln hat man dafür einfach die richtigen Menschen, Entwickler und Designer beieinander…

Meet the Messengers
Zum Abschluss gab es Gelegenheit für Autogramme, Fotos und natürlich auch Gespräche untereinander. Es hat mich persönlich sehr gefreut, mit Daniel Bernhardt (@Laufcast bzw. www.laufcast.de) und  Ironman „Holgy Man“ Holger weitere Brooks-Messenger persönlich zu treffen und sprechen, nicht zu vergessen Mr. Brooks persönlich – Andreas Duck  und Team. Danke auch von dieser Stelle nochmal an euch, das war ein sehr gelungenes und regelrecht „bewegendes“ Event in Köln, sehr großzügig von Brooks und mit einer Triathlonlegende zum Anfassen.

Impressionen
Eindrücke des tollen Tages findet ihr direkt bei Brooks oder hier bei mir.

(Visited 52 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.