Neu: Doping

Bei allergischem Asthma und Sport hört der Spaß auf. Wider aller Gesundheitsförderlichkeit ging vergangene Woche gar nichts mehr – Trainingsabbruch, gefühlte 30% Restluft.  Spray alle, freiverkäufliches Certirizin wirkungslos.

Also ab zur Ärztin, Arzneimittel organisieren. Und direkt einen Termin für ein sportmedizinischen Check bei regionalen Spezialisten machen, marathonbedingt, mit besonderem Blick auf Herz und Lunge.

Planmäßig und glücklich verließ ich die Praxis mit genügend präventiven und kurativen Zeugs, darunter Salbutamol und Symbicort. Erwartungsgemäß ist die Wirkung der Sprays einwandfrei, was man von den Nebeneffekten nicht unmittelbar behaupten kann:

Salbutamol ist ein Asthmamittel, mit stärkster, anaboler (Neben)Wirkung. Als Beta-2-Mimetika erweitert es die Bronchen und hilft gegen Husten – gleichzeitig baut es Muskeln auf, und Fett beschleunigt ab. Es ist immerhin kein anaboles Steroid, und (inhaliert) seit 01-01-2010 nicht mehr auf der Liste der verbotenen Dopingmittel der WADA. Anders als Symbicort, was synthethische Corcicosteroide und ebenfalls Adrenalin/Noradrenalin-Anreger beinhaltet. Quasi ein halbes EPO.

Das ist natürlich nur Theorie – praktisch relevant ist das für (ambitionierten) Freizeitsport rein gar nicht. Im Wesentlichen besteht für mich der leistungsfördernde Aspekt darin, überhaupt wieder ordentlich Luft zu bekommen. Eben rausholen, was drin steckt – aber nichts zuführen, um noch mehr rauszuholen.

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