Equipmentupdate


Die Lieblingslaufhose verlegt, die Hände verfroren, der Boden vereist – da gibt´s Mittel gegen. Außerdem kann man sich nach so vielen glazialen Trainingseinheiten ruhig einmal belohnen, und was liegt da näher, als der Laufausrüstung ein Update zu spendieren (die letzte kleine Investition im good ol´ Sommer liegt auch schon etwas zurück). Also, in der Reihenfolge „Kopf bis Fuss“ hier die Ausrüstungs-Neuzugänge:

Laufjacke: Nike
(ca. 80 €)
Meine erste, reine Laufjacke. Bis dato haben mich bei Kälte entweder 2-3 Lagen Laufshirt(s) warmgehalten, oder eine Kombi aus Shirt und Softshell- bzw. eine normale Outdoor-Jacke. Gefühlt gefehlt hat aber eine passgenau sitzende, atmungsaktive Sportjacke. Die neue Nike erfüllt diese Wünsche, ist winddicht, und durch gute Hals- und Handabschlüsse auch für sehr kaltes Wetter geeignet. 5 praktisch positionierte Taschen komplettieren die Pluspunktliste, ideal auch für den mitgeführten technischen Schnickschnack.

Handschuhe: The North Face (ca. 40 €)
Normalerweise laufe ich ohne Handschuhe, da auch bei tieferen Temparaturen wenige hundert Meter zum Aufwärmen völlig ausreichen bzw.es  je nach Laufshirt schon die „Handrückenüberzieher“ tun. Bei teils strengem Frost gibt´s aber auch Ausnahmen, daher kam mir dieses Multitool von Handschuh gerade recht. The North Face hat mit dem E-TIP Modell eine Silberbeschichtung von Daumen und Zeigefingern eingeführt, womit auch kapazitive Displays von Multitouch-Gadgets wie Apples iPhone oder iPod touch behandschuht bedienbar bleiben. Das ist wunderbar praktisch bei längeren Runs, wenn die Playlist mal wieder zickt oder sich per Push eBay meldet.

Hose: Asics Zeus Glued Tights (ca. 40 €)
Im Sommer (kurz) wie im Winter (lang) mag ich einfach die „Tights“. Trainingsanzug oder Baumwolle geht gar nicht. Ersteres ist Geschmackssache, letzteres verbietet sich beim Ausdauersport von selbst (Baumwolle wird feucht, zieht Nässe, wird schwerer und kälter). Insbesondere schätze ich an Tights, dass nichts herumflattert oder -scheuert, und man so weder taktil noch akustisch beim Laufen abgelenkt wird. Im Gegenteil: Eng Anliegendes verbessert die Körperwahrnehmung und -konzentration (ist subjektiv und polarisierend, aber ausgesprochen _mein_ Ding). Die Asics ist super, stabilisiert durch ihren engen und gleichzeitig elastischen Sitz gut die Oberschenkelmuskulatur, verfügt über dehnbare und kaum zu bemerkende Nähe plus Reflektionsflächen. Der Beinabschluss ist mit Reissverschlüssen versehen – das erhöht den Komfort beim Be/Entkleiden und den Tragekomfort.  Das Design ist klasse – ein Mix verschiedener Anthrazittöne. Dunkles kommt im Winterwonderland immer gut.

Socken: Mizuno (von 15 auf 3 €)
Von speziellen Laufsocken habe ich bislang nur gehört, aber nie welche getragen. Es hat einfach nichts gefehlt, scheuernde Nähte sind mir fremd, gewechselt und gewaschen werden die Sachen nach dem Sport ohnehin. Aber bei einem Schnäppchen wie diesem – statt 15 Euro nur noch 3 Euro das Paar – konnte ich nicht vorbeigehen. Laufsocken rühmen sich einer optimalen Passform, einem perfekten Sitz, dem besten Fußklima und dem maximalen Schutz dank anatomisch perfekt platzierter Polsterzonen (etwa im Archillessehnenbereich).  Und das alles mit „reduce to the max“, die Freunde sind also gleichzeitig möglichst leicht. Jedes Gramm, was bei der Ausrüstung eingespart wird, muss schliesslich nicht bewegt werden. Die Mizunos machen ihre Sache durchaus gut, meine Füße fühlen sich aber vollkommen unverändert an.

Spikes: Yaktrax (ca. 30 €)
Ja, es gibt sie tatsächlich – Schneeketten für Läufer. Im Winter 2010 ein gar nicht mal so seltener Anblick. Laufen im Schnee hat seinen eigenen Reiz – ist aber kräftezehrend. Bei Schnee und (Glatt)Eis schnellt das Risiko für Verletzungen in die Höhe. Trailschuhe lösen das Problem nur bedingt, und schränken den Spielraum für die Fußgelenke ein. Permanent radikalem Wetter wie diesem Winter kommt man besser mit dem Stahldraht-Naturkautschuk-Spiralsystem bei, was um den Laufschuh geschnallt wird. Die Spikes sind innerhalb weniger Sekunden installiert, der Halt auf verfrorenen Flächen eindeutig besser. Asphalt ist wiederum so eine Sache – einige hundert Meter lassen sich machen, darüber hinaus irritieren die Spiralen unter dem Fuß. Annähernd gleich bleibt der Kraftaufwand beim Eislauf – und auch mit Yaktrax läuft man weiterhin lieber vorsichtig. Meinung: Die Spikes sind eher etwas für die ganz sicherheitsbewussten Hartgesottenen, die es auch bei Extremwetter keine 1-2 Tage auf den Stühlen hält. Andererseits sind sie mit ca. 30 Euro nicht zu teuer. Sehr sympathisch: Yaktrax on  Twitter.

Nachsatz:
1. Alle Preisangaben sind ungefähre Marktpreise. Mit etwas Geschick und Geduld ist die Anschaffung aber deutlich günstiger (50% und weniger – ein gutes Beispiel sind die Socken). Gemeint sind hier natürlich keine Plagiate (Vorsicht!) oder Vitamin B, sondern Winterschlussverkäufe oder Angebote der „last season“. 2. Wenn alles klappt, gibt´s demnächst einen außergewöhnlichen Laufschuh-Test (aktuelle adidas Supernova Control sind zudem fast verglüht) . Lasst euch überraschen!

Siehe auch
Joggen im Winter

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