Run, Keeper, Free!

Am Wochenende war wenig Gelegenheit zum Laufen, und am heutigen Abend reichte die Energie beim besten Willen für geplante 30 Kilometer Dreiviertelmarathontraining nicht aus. Heute daher mal ein wenig Technikspielerei, wobei ich diese Formulierung angesichts der famosen Features und leichten Handhabung für reichlich untertrieben halten: iPhone 3G ausgeliehen, das kostenlose RunKeeper Free*) drauf installiert, die Kopfhöhrer synchronisiert und mit Bluetooth und GPS losgetrabt. 20 % Restakku reichen (trotz ausgestelltem WLAN) in diesem Setupt nur für rund 25 Minuten. Bei 5 % Restakku der technoiden Testexkursion hab ich sicherheitshalber gespeichert. Eine Lösung für das Batteriedilemma ist a) vorher aufladen, b) einen Dynamo implantieren, c) ein kinetisches Ladegerät oder d) das Mophie Jucie Pack Air.Auf Knopfdruck gibt´s sowas als Ergebnis online (disclaimer: measurements only for demonstration purposes ;-)). Live aufgezeichnet wird Start/Endzeit, Dauer, Distanz, km/h Durchschnitt / km/h Maximum km/h pro Kilometer im Verlauf,, Höhen- vs. Geschwindigkeitsprofil nebst dem typischen Kartenoverlay (sogar inklusive Kilometer-Kennzeichnungen). Eine History aller Läufe auf dem Gerät ist natürlich genauso obligatorisch wie die Kumulation der Daten im verfügbaren Internet-Backenend. Für jeden aufgezeichneten Lauf kann man entscheiden, ob er intern oder extern sichtbar ist. Die getrackte Strecke ist außerdem zu Google Earth (KML) und GPX exportierbar.

Runkeeper
Jedem passionierten Läufer sind die gelieferten Werte – gerade im Vergleich und Verlauf der Einheiten- nicht nur eine gute Trainingsunterstützung, sondern sicher auch ein hervorragender Motivator. Außerdem macht es – iPhone 3G natürlich vorausgesetzt – die (kostenpflichtige) nike iPod Sport Kit Lösung obsolet. Sie kostet zwar mit rund 30 Euro nicht die Welt, dem Chip für den Schuh sagt man aber eine nicht allzu lange Lebensdauer nach. Die Batterie ist fest eingebaut, so dass am Ende ein neues Kit fällig wird (!). Hält die Batterie nur 6 Monate, was bei einigen Rezensionen zu lesen ist, dann ist das ganz schön suboptimal. Zumal diese Lösung – warum auch immer – mit einem iPhone 3G nicht funktioniert, sondern ein iPod nano, touch oder iPhone 3GS einfordert. Gerüchteweise sei aber ein OS-Update in Planung. Das werde ich gespannt verfolgen. Und auf ein iPhone sparen.

*) Und als ob das alles noch nicht genug wäre: Die kostenpflichtige „Pro„-Version des RunKeeper bietet individuelle Workouts (nach Zeit, Distanz oder Intervall) inklusive statistischer Sprachbegleitung des Trainings. Als „Activity“ bietet sich – zur Wahl als Profil in der Software – neben „Running“ auch Cycling, Walking, Hiking, Downhill Skiing, Cross-Country Skiing, Snowboarding, Skating und Other an. Fehlt vielleicht Swimming, da hapert es aber einfach an der Wasserdichtheit. Doch auch hier dürfte gelten, dass alles nur eine Frage der Zeit ist. Die Vollversion kostet 7,99 Euro im Apple AppStore, was preislich schon beinahe Oberklasse dort ist. Anders als die Hardware ist die Software fürs iPhone in der Regel ausgesprochen günstig.

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